Den rumänischen Teil des Donauradweges entdecken

Der Donauradweg beginnt an der Donauquelle bei Donaueschingen und führt bis Tulcea. Seine Gesamtlänge beträgt 2850 Kilometer, von denen 600 in Deutschland liegen. Den größten Anteil eines einzelnen Staates am Flussradweg entlang der Donau hat Rumänien mit gut 1000 Kilometern. Weitere vom Donauradweg berührte Länder sind Österreich, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Sowohl zwischen der Slowakei und Ungarn als auch zwischen Bulgarien und Rumänien markiert die Donau in weiten Teiles ihres Verlaufs die Grenze.

Die Teilstrecke zwischen Passau und Wien stellt den am stärksten befahrenen Teil des Donauradweges dar. Viele in Deutschland wohnende Radler reisen mit dem Zug bis Passau an und fahren von dort aus an der Donau entlang nach Wien. Für die Rückfahrt wählen die meisten den Zug, einige entscheiden sich für die gemütlichere Mitfahrt auf einem Donauschiff. Österreichische Radler nutzen neben der Verbindung nach Passau den Donauradweg häufig für eine Fahrt in die slowakische Hauptstadt Bratislava.

Der in Rumänien gelegene Teil des Donauradweges wird bislang von deutlich weniger Radfahrern als der Abschnitt von Passau bis Wien befahren. Er bietet an mehreren Stellen die Möglichkeit, mit der Fähre nach Bulgarien überzusetzen und ein Stück weit auf der bulgarischen Donauseite zu radeln. Eine feste Querung zwischen beiden Staaten bestand lange Zeit nur an einer Stelle, nämlich mit der Brücke der Freundschaft zwischen Giurgiu in Rumänien und Russe in Bulgarien. Auffällig im Stadtbild sind die aus der Jahrhundertwende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert stammenden Bürgerhäuser, die von Wiener Architekten entworfen wurden. Auf diese Gebäude nimmt der Spitzname der Stadt Klein-Wien Bezug. Eine zweite Donaubrücke zwischen Bulgarien und Rumänien wurde 2013 eröffnet. Sie verbindet Calafat und Widin. Im Gegensatz zu Autofahrern müssen Radfahrer für die Brückennutzung keine Maut entrichten.

Der Donauradweg von Passau bis Wien